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Ads als Grund für hohe Bounce Rate

Veröffentlicht am:Januar 12, 2012
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In dem vor kurzem veröffentlichten Artikel über den Contentaufbau durch kreative Texte auf diesem Blog, ging es um die allgemeine Steigerung der inhaltlichen Qualität einer Website. Für den Fall das diese fehlen sollte, kommt es oft zu einer Abnahme der Besucher. Der Traffic einer solchen Seite sinkt also. Demzufolge dürfte sich die Absprungsrate signifikant erhöhen.

Erfolgt der Absprung eines Besuchers weniger auf Grund des Inhalts (meistens wegen fehlenden oder mangelhaften Beiträgen) können folgende Indikatoren ausschlaggebend dafür sein:

Ein jeder Webmaster möchte sich durch beziehungsweise über seine Webpage profilieren. Über kreative Webdesigns kann man dies erreichen. Ein zum Thema passendes Design erleichtert beispielsweise den Bezug zum Inhalt. Darüber hinaus kann der Besucher in nur wenigen Sekunden erkennen wo er sich gerade befindet. Sofern dieser den Webauftritt als interessant und hilfreich erachtet, bleibt er. Andernfalls springt dieser zurück zur Suchmaschine.

Der sporadische Sucher wird immer mal wieder ins Internet schauen und einige Begriffe in die Suchmaske eingeben. Die ihm aufgelisteten Ergebnisse werden kurzerhand nach Keywords abgesucht und bei passendem Ergebnis aufgerufen. Dieser User informiert sich (in der Regel) kaum über das aufzurufende Ziel. Der Überraschungseffekt wird zeigen, ob die Inhalte erkenntniserweiternd waren oder nicht. Bei falschen Thema springt der Besucher wieder ab – schließlich macht sich ein Beitrag über Schwangerschaftstester auf einer Website für Musikinstrumente nicht gut. Der Absprung ist hier als vorprogrammiert.

Ein letzter wesentlicher Grund für das vorzeitige Verlassen einer Website sind Werbeanzeigen. Eine wichtige Lebensweisheit lautet nicht ohne Grund “[...] in Maßen – nicht in Massen”. Zu viel Werbung auf einem Blog beispielsweise verschreckt den Besucher noch bevor er sich dem Inhalt widmen konnte. Wenn die Werbung zudem nicht themenrelevant ist und offensichtlich zu einem Klickzwang führt, verstößt man den User und er flüchtet.

Genau das ist mir bei dem Besuch einer Nachrichtenseite aufgefallen. Meine erste Reaktion war die Flucht zu ergreifen. Ich habe den Grund via Screenshots bei einem erneuten Aufruf der Seite festgehalten. Seht am besten selbst.

Was denken Konsumenten?

Als totaler Internetaddict und Affiliate weiß man um den Sinn und Zweck von Advertisements, doch hin und wieder klickt man auf ein schönes Banner, einen interessant herausgestellten Link und verhilft dem Seitenbetreiber zu einer besseren Klickrate und beschert ihm (bestenfalls) eine Provision. Doch bei aller Liebe zur Werbung und zum Internet. Manchmal übertreiben einige Seitenbetreiber maßlos mit Anzeigen.

Allen voran sehe ich einige Nachrichtenseiten. Ich möchte diesen Post zu keiner Hetzkampagne machen. Nichtsdestotrotz ist es aber so, dass Werbungen, die mir den Inhalt auf Seiten verwehren und einen reinen Klickzwang darstellen, auf solchen Seiten nichts zu suchen haben.

Bad Ads - Was denken Konsumenten?

Wie man deutlich erkennt, überdeckt das Werbebanner den Inhalt der Seite. Als Besucher wird man regelrecht “aufgefordert” die Seite wieder zu verlassen. Das war natürlich nicht die Prämisse des Betreibers. Die Folge allerdings ist, dass der User das genau so auffasst und die Flucht ergreift.

Anzeige schließenMöchte ich nun meine Onlinezeitung lesen, muss ich das Banner zunächst entfernen. Da in diesem Fall alle möglichen Farbgebungen die Seite verändern und die Werbeeinblendung den halben Screen überdeckt, übersieht man dieses kleine unscheinbare Pfeilsymbol in der oberen rechten Ecke der Anzeige leicht. Bevor sich nun also auf die Suche nach dem “Schließen”-Symbol geht, entscheidet sich der Großteil der User für eine andere Seite. Es kommt unweigerlich zum Absprung. Daraus resultiert dann letztlich eine höhere Bounce Rate.

Sehr schön – und das ist mir erst mit dem Verfassen dieses Beitrags aufgefallen – ist der Werbespruch. Was denken Konsumenten? Aus diesem einfachen Grund habe ich mich für dieses Beispiel entschieden, denn noch schöner kann man diesen Sachverhalt nicht ausdrücken. Was denken Konsumenten nun also?

Umfrage zur Absprungsrate durch WerbeanzeigenAus einer von mir gemachten (kleinen) Umfrage mit 125 Beteiligten auf die Frage hin, was sie bei der Beispielwebsite gemacht hätten, geht hervor, dass sich 92 Personen für einen Absprung entschieden hätten. Dem Gegenüber stehen mit 20 Prozent 23 Teilnehmer, die versucht hätten das Banner zu schließen um auf diese Weise den Inhalt sichtbar zu machen. Eine weitere Frage wäre gewesen, wie viele dann insgesamt auf die Werbeanzeige geklickt haben. Das jedoch sollte nicht Bestandteil dieses Beitrags sein. Fakt und bleibt, dass sich 80 Prozent zurückgezogen haben und im Nachhinein zur Suchmaschine zurückgekehrt sind.

Google nutzt die Bounce Rate zur Personalisierung der SERPs

Neben der Erkenntnis über Werbeanzeigen als Grund für eine hohe Bounce Rate ist mir in Vorbereitung auf diesen Artikel in den Google-Ergebnissen etwas aufgefallen.

Inhalte blockieren leicht gemacht

Krake Google nutzt demzufolge den Absprung eines Besuchers von einer von ihm gerade besuchten Seite aus um die SERPs nach und nach für diesen personalisieren zu können.

Verlässt ein User eine Webpage, so erscheint in den Ergebnissen unter der Domain der Text “Alle Ergebnisse von www.beispielseite.de” (vgl. blauer Rahmen) Im direkten Anschluss daran wird nach etwa zwei bis drei Sekunden der Text blau gefärbt und passt sich so der Linktextfarbe an.

Google nutzt Bounce Rate für eigene Zwecke

Diese Idee finde ich gar nicht mal so schlecht. Allerdings würde ich sie nur dann empfehlen, wenn man wirklich zu 100% weiß, welche Inhalte und Website nicht mehr benötigt werden. Hilfreich ist diese Funktion mit Sicherheit für Wikipedia-Hasser. Ein Klick auf den Textlink und prompt erscheint keine Wikieintrag mehr in den Suchergebnissen.

Man sieht: Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall. Google hat sich der Bounce Rate bedient und profitiert davon, wohingegen der einfache Webmaster nicht erkennt, warum seine Besucher abspringen.

Cheers

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