Google

Interne Suche als Usability-Faktor

Veröffentlicht am:November 18, 2011
Kommentare
Add One

Mit zunehmender Dauer des Bestehens einer Website steigen die Größe und der Umfang stark an. Genauer bedeutet dies, dass Webseiten im Allgemeinen und Blogs im Speziellen über die Zeit hinweg immer mehr Artikel ansammeln. Ab einem gewissen Zeitpunkt verliert auch der ambitionierteste Leser den Überblick und ist auf die Blog interne Suche angewiesen – möchte man meinen.

Ich war einmal so frei und habe mich der Thematik des heutigen Webmasterfridays angenommen. Darin geht es um die interne Suche als Faktor der Usability für einen Blog. Oder besser um die Relevanz der Suche und darum, ob sie einen Mehrwert für Websitebetreiber auf der einen und den Lesern auf der anderen Seite bietet.

In diesem Zusammenhang möchte ich vorab auf die Meinungen anderer Blogger verweisen, die ebenfalls am Webmasterfriday teilgenommen haben. Ich möchte mit diesem Post lediglich meine Gedanken zu diesem Thema beisteuern. Die Ideen für die nachfolgenden Ausführungen kamen mir beim Lesen dieser Beiträge:

Wer darüberhinaus auch noch am besagten Thementag mitgemacht hat, könnt ihr direkt auf der Website zum Webmasterfriday einsehen.

Nutzen der internen Suche

Bei der Phrase “interne Suche” scheiden sich die Geister schneller als man denkt. Über meine Projekte und deren Analysen habe ich diese Geister kategorisieren können.

Der (gewöhnliche) Blog-Leser

So gibt es beispielsweise diejenigen, die ihren Lesern eine Suchfunktion auf dem Blog bereitstellen. Auf diese Weise kann der interessierte und motivierte Leser nach belieben nach Beiträgen suchen, die er womöglich in der Vergangenheit gelesen hat. Andernfalls möchte er sich über ältere Themen informieren. Ob der Leser die Suchfunktion nutzt, liegt bei ihm selbst.
Jedenfalls legt dieser Leser keinen besonderen Wert auf ein Suchfeld. Ihm genügt eine strukturierte Ansammlung von Beiträgen im Archiv.

Der Checker – Leser, Blogger und Webaddict

Wenngleich sich dieser Leser lediglich im Verhalten beim Lesen vom gewöhnlichen Leser unterscheidet, so fällt ihm eine andere (größere) Bedeutung zu. Diese beruht auf der Art des Lesens. Der so schön von mir titulierte “Checker” schnappt Informationen aus dem Webstream (Twitter, Facebook, Google+, Xind & Co) auf, öffnet womöglich ein Tab nach dem anderen und überfliegt (den Content meistens nur nach bestimmten Inhalten, Fakten oder einzelnen Keywords.
Dieser Leser ist ein Webaddict, wie er im Buche steht:  Googlen, Skimmen, Scannen. Er liest die Webinhalte nicht mehr wie eine Zeitung, sondern überfliegt Überschriften und einzelne Textpassagen.
Demzufolge wird dieser Leser nur unter bestimmten, vereinzelten Aspekten die Suchfunktion in Anspruch nehmen. Sofern er die Headline eines Beitrags nicht “übersehen” hat, wird ein Post in den Social Stream eingespeist und fertig.

Der Gestresste

Unter dieser Kategorie fasse ich all diejenigen Leser zusammen, die über ein Keyword oder eine Keywordphrase von Suchmaschinen wie Google, Yahoo & Co auf eine Website / einen Blog gestoßen sind um Informationen einzuholen. Ihnen geht es um die bloße Befriedung der Neugier. Ein Großteil dieser “Leserschaft” springt Sekunden nach dem Besuch des Blogs sogleich wieder ab. Außer einer hohen Bounce-Rate hinterlassen diese Besucher keine Spuren.

Der Schreiberling

Als letzte Art der Kundschaft auf einem Blog gibt es den Schreiberling. Ihm fällt meines Erachtens nach die größte Bedeutung zu. Er durchforstet seine Stammblogs auf dieselbe Art und Weise, wie er Neuentdeckungen auf Herz und Nieren prüft.
Unter dem Begriff >>Schreiberling<< sehe ich diejenigen Zusammengefasst, die sich Journalisten, Autoren und Blogger nennen. Darunter fallen aber auch Szeneinteressierte und Tagebuchverfasser. Ihnen allen kommt ein anderes Leseverhalten zu Gute. Sie wollen Informationen nicht nur erfassen, sondern auch teilen. Sie sind es auch, die auf einem Blog für Kommentare und demzufolge für Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgen.
Die Schreiberlinge sind meines Erachtens nach die, die die Blogsuche am meisten und am ehesten nutzen.

Monetarisierung der Suche oder interne Blankobox?

Wie aus meiner Kategorisierung hervorgeht, stammen die Mehrheit der Suchanfragen von solchen Lesern, die um Informationen bemüht sind. Sie sammeln Erkenntnisse ebenso, wie sie auf der Suche nach neuen Lichtblitzen und Erleuchtungen sind. Nun kann man als Blogbetreiber oder generell als Webmaster (mit Hilfe von Plugins) die Suchfunktion um Googleeinträge erweitern, über die man darüberhinaus noch Geld verdienen kann. Doch der wissbegierige Leser möchte nicht über die Suche weg vom Blog getragen werden. Womöglich werden ihm Searchresults angezeigt, die ihn dazu veranlassen seine Suche vorerst zu beenden.

Als engagierter Betreiber einer Website versucht man einen Leser möglichst lang an seine Seite zu binden. Dies kann man durch hochwertige Inhalte und hilfreiche, vertrauenswürdige Links bezwecken. Das Ergebnis wird sein, dass der Leser wiederkommt.

Nimmt man ihm jedoch diesen Anreiz durch profane Googlesuchergebnisse aus der Blog internen Suche, dann verschenkt man an dieser Stelle viel Potenzial. Somit sehe ich die Searchbox als einen Bereich an, der weitab der Idee von Affiliate Marketing sein sollte. Es gibt genügend andere Möglichkeiten Geld mit dem Blog zu verdienen.

Schlussendlich denke ich, dass die Searchbox in jedem Fall auf einem Blog vertreten sein muss. Die Suchen lassen Rückschlüsse über das Surfverhalten und die Interessen der Leser zu. Warum sollte man nicht den einfachen Weg gehen und den Lesern mehr Beachtung schenken, als anschließend 30€ im Monat mehr auszugeben, weil man ein weiteren Analysetool haben muss um Erkenntnisse darüber gewinnen zu können, wer welchen Artikel gelesen hat. Wer wann abgesprungen ist und welche Keywords am beliebtesten sind. Ich sage nur: Augen auf und Los!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen und angenehmen Start ins Wochenende.

Patrick

GD Star Rating
loading...
GD Star Rating
loading...

Was meinst du zu diesem Beitrag?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>